
Blick auf die Innenstadt vom Warnow-Nordufer am Stadthafen, ungefähr an der Grenze der Gemeindebezirke Dierkow (links) und Gehlsdorf (rechts)
Am 1. Januar 2026 fusionierte die Ev.-luth. Innenstadtgemeinde mit der Slütergemeinde Rostock-Dierkow und der St.-Michaels-Gemeinde Rostock-Gehlsdorf zur Ev.-luth. Jakobusgemeinde Rostock. Sie hat rund 5.500 Gemeindeglieder.
Eine kleine Geschichte der Fusion lesen Sie weiter unten auf dieser Seite.
Mit der Fusion 2026 ist das Gebiet der ehemaligen Innenstadtgemeinde um die Ortsteile bzw. Kirchengemeinden Gehlsdorf und Dierkow (Dierkow-Neu, Dierkow-Ost, Dierkow-West, Hinrichsdorf, Nienhagen und Peez) gewachsen. Hinzugekommen ist mit der Siftung Michaelshof> in Gehlsdorf und Dierkow eine wesentliche diakonische Einrichtung der Region (Kindertagesstätten und Schule mit Inklusions-Schwerpunkt, Werkstätten und Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung).
Die Gehlsdorfer Kirchengemeinde war 1913 aus der Gemeinde Toitenwinkel ausgegliedert worden. Der Kirchsaal> entstand 1903.
Die Slütergemeinde Dierkow wurde 1950 als Ausgliederung der Petri-Gemeinde gegründet. Im zwischen 1935 und 1937 angelegten Stadtteil wurde 1951 das Slüterhaus> als Pfarr-und Gemeindehaus errichtet.
Das zentrale Büro> der Jakobus-Gemeinde befindet sich gegenüber der Marienkirche.
Zur Geschichte der früheren Innenstadtgemeinde: Diese entstand im Jahr 1998 durch Fusion aus den Gemeinden Marien-Jakobi und Petri-Nikolai. Diese beiden Vorgängergemeinden bildeten die gleichnamigen Pfarrbezirke der späteren Innenstadtgemeinde.

Das Gemeindegebiet umfasste den Stadtteil Mitte sowie den größten Teil von Brinckmansdorf und den östlichen Rand der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Die Innenstadtgemeinde gehörte zur Propstei Rostock im Kirchenkreis Mecklenburg. Der Kirchenkreis ist wiederum Teil der Evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland, der sogenannten Nordkirche>.
Im Gemeindegebiet liegen zahlreiche Senioreneinrichtungen, von denen einige auch gottesdienstlich versorgt werden. Die Gemeinde war bis 2023 Trägerin einer Kindertagesstätte> in der Östlichen Altstadt, die von der Stfitung Michaelshof übernommen wurde.
Im Gemeindehaus Friedhofsweg 49 betreibt die Jakobus-Kirchengemeinde als Station auf der Via Baltica des „Baltisch-Westfälischen Wegs“ und des „Baltisch-Mitteldeutschen Wegs“ eine Pilgerherberge>.
Die Petrikirche beherbergt im Gustav-Adolf-Saal die Jugendkirche Rostock>.
Es bestehen bzw. bestanden partnerschaftliche Kontakte der Innenstadtgemeinde zu Gemeinden in Emmen (NL), München-Harthof (Versöhnungsgemeinde), Nürnberg-St. Lorenz und Flensburg-Engelsby. Die Gehlsdorfer Gemeinde unterhält eine lebendige Beziehung zur Diakoniestation SANDORA in Silute, Litauen.
Seit einigen Jahren beteiligte sich die Innenstadtgemeinde am wöchentlichen Friedensgebet der Versöhnungslitanei von Coventry, das an vielen Orten weltweit freitags gebetet wird. Im Herbst 2018 wurde die Innenstadtgemeinde in die Reihe der Zentren der in Coventry begründeten Nagelkreuz-Gemeinschaft>> aufgenommen.
Die zentrale Lage ihrer größeren Kirchen> bringt es mit sich, dass die Jakobus-Kirchengemeinde an verschiedenen übergeordneten Veranstaltungen im kirchlichen, kommunalen und kulturellen Bereich beteiligt ist.
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Geschichte einer Fusion

Klausur der Mitarbeitenden und des Kirchengemeinderats in Graal-Müritz, November 2025
Im Herbst 2023 wandten sich die Pröpstin und die Pröpste des Kirchenkreises mit einem Schreiben an alle Kirchengemeinderäte und hauptamtlichen Mitarbeitenden, um einen kooperativen Prozess zwischen den Kirchengemeinden anzustoßen. Anlass waren sinkende Zahlen von Gemeindemitgliedern und schwindende Ressourcen – personell wie materiell. Schnell kam es zu mehreren kooperativen Gesprächen zwischen Vertreter:innen verschiedener Gemeinden in der Kirchenregion Rostock. Im Herbst 2024 gab es dann ein erstes konkretes Ergebnis dieser Zusammenarbeit: der gemeinsame Gemeindebrief der ehemaligen St. Michaels-Gemeinde, der Slütergemeinde und der Innenstadtgemeinde. Damit war es für alle Gemeindemitglieder einfacher, sich zu informieren, was diesseits und jenseits der Warnow in den anderen Gemeinden passiert, um einander besser kennenzulernen.
Ende 2024 stellte die Slütergemeinde einen Fusionsantrag an die Innenstadtgemeinde. Intensive Gespräche über Seelsorgebereiche, Stellenanteile, Finanzen, Gebäude und Verwaltung begannen. Im Frühjahr 2025 entschloss sich auch die St. Michaels-Gemeinde zur Fusion. Noch einmal fanden Gespräche und Diskussionen statt: Was bleibt erhalten? Was muss sich ändern? Wie können alle auf Augenhöhe zusammenkommen?
Im Mai 2025 wurde auf einer gemeinsamen Kirchengemeinderatssitzung die Fusion beschlossen und über einen Namen der fusionierten Gemeinde abgestimmt. Im November 2025 trafen sich die Kirchengemeinderäte und die hauptamtlichen Mitarbeitenden zu einem Klausurwochenende. Wieder gab es intensive Gespräche, Diskussionen, Vorschläge und auch Ergebnisse für die zukünftige Zusammenarbeit in der Großgemeinde bei Bewahrung von bereits vorhandenen Strukturen in den einzelnen Stadtteilen.
Seit dem 1. Januar 2026 gibt es nun die Ev.-Luth. Jakobus-Kirchengemeinde. Auf dem “Streifzug” am 1. Januar von Gehlsdorf über Dierkow in die Altstadt konnte man zu Fuß schon einmal ausloten, wie groß das neue Gemeindegebiet ungefähr ist. Feierlich begangen wurde die Fusion im Gottesdienst am 4. Januar in der Nikolaikirche. Vorfreude gibt es auf das erste Gemeindefest am Sonntag, den 28. Juni in und um die Petrikirche. Nun müssen wir zusammenwachsen und „Zusammen-Wachsen“ – deswegen ist dies auch das neue Jahresthema für unseren Gemeindebrief. Die Jahreslosung kann uns dabei eine gute Begleitung sein: Wenn Gott alles neu macht, können wir auch auf ihn vertrauen, dass er uns ausreichend Mut, Geduld und Kraft schenkt. Und wir können ihn immer wieder darum bitten zum Wohl aller, die sich der Jakobus-Kirchengemeinde verbunden fühlen. Manuela Kukuk
